Sonntag, 22 Dezember 2013 00:00

Go South Tour 2011

geschrieben von
Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Einleitend möchte ich festhalten, dass die Go South 2011 erst erobert werden musste. Ich als Roadmaster von Austria II wollte die Tour mindestens einmal „zur Probe“ befahren. Trotz mehrfacher Versuche gelang dies aber nicht. Einmal spielte das Wetter nicht mit, das zweite Mal ging mir die Zeit aus und beim dritten Mal brach ich die Tour ab, weil unser Past-Treasurer seine Suzi in einen Zaun warf. Dazu gleich mitgeteilt – Willi blieb heil, die Suzi war hinüber.
Dazu kam dann noch, dass Gerhard, den ich zur Unterstützung benötigt hätte, am Vortag mitteilt, der Anlasser seines Motorrades habe ebenfalls die Jagdgründe erreicht und habe jegliche Mitarbeit eingestellt.
So kam es, dass sich am 25.7.2011 in Feldkirch 35 Teilnehmer zur, in diesem Falle jungfräulichen, Go South 2011 trafen. Nach dem Hallo und Wiedersehen im Gasthaus/Hotel Löwen in Feldkirch Nofels, ging es am 26.7.2011 pünktlich um 09.00 Uhr auf die Tour. Wir fuhren von Nofels über den Grenzübergang Nofels – Ruggel direkt in die Schweiz. Von dort über Buchs Richtung Sevelen und dann kurz in das Fürstentum Liechtenstein. Weiter ging es über Luziensteig nach Landquart und weiter nach Davos, wo beabsichtigt war, Richtung Flüelapass abzubiegen. Und hier hat die Go South 2011 wieder mal einen Versuch unternommen, die Eroberung zu verhindern. In der Gallerie vor Davos gibt meine R 1100 RT den Geist auf. Mir lautem Rasseln stellt sie den Vortrieb ein. Kupplung und Getriebewelle defekt. Was nun ? Roadmaster ohne Mopääd ist kein Roadmaster ! Und ich habe mich zu diesem Zeitpunkt besch….gefühlt. Eben wie man sich mit Lederkluft ohne Mopääd fühlen kann.

Kurzerhand springt Friedl als Guide ein und ich setz mich auf Roberts BMW. Der eilt mit mir unter Be-(oder Miss- ??)achtung der Beschränkungen 110 km nach Nenzing zurück, wo ich meine Yamaha startklar mache. Nach Verständigung des Abschleppdienstes für meine RT hetze ich mit Japanpower der Gruppe Richtung Tirano nach, wo Treffpunkt vereinbart wurde. Friedl und der inzwischen mit einer Reserve-Guzzi dazugekommene Gerhard führen die Gruppe wie geplant über den Flüelapass ins Engadin, von dort zum Berninapass und dann über Forca di Livigno nach Livigno, wo die Magennerven beruhigt werden. Von dort führt deren Route zum Foscagnopass nach Bormio und weiter nach Tirano. Fast die ganze Gruppe – eben fast- fährt diese Strecke. Tom und seine mitfahrende Gattin beschlossen kurzer Hand eine kleinen Umweg zu fahren und suchten den um 180 ° in andere Richtung führenden Stollen „Munt la Schera“. Nach kurzem Telefonat wird der weitere Weg erklärt, zwei von uns fahren Tom entgegen und der Rest wird in 2 Gruppen geteilt. Eine Gruppe übernimmt Robert, die andere fährt hinter mir her.

Die Tour führt uns von Tirano nach Teglio zum Apricapass und dann nach Edolo. Von dort geht’s rechts ab Richtung Süden nach Breno, wo im Hotel Giardino alle gemeinsam das Abendessen einnehmen und die gefahrene Strecke sowie das Gesehene im angenehmen Gastgarten diskutieren.

Am 27.7.2011 geht’s wieder pünktlich von Breno weiter. Wir fahren direkt vom Hotel zum Pass „Croce domini“ und von dort zum Ledrosee. Kurze Kaffeepause und dann weiter Richtung Gardasee. Durch Riva durch, dann nach Sarche und wieder ab in die Berge. Die Straße führt uns zum Molvenosee und weiter nach Mezzocorona. Ich fahre mit meiner Gruppe auf die Via Brennerem Strada Nazionale, biege bei Salurn Richtung Weinstraße ab und fahr bei nächster Gelegenheit wieder zurück auf die Staatsstraße. Hinter mir denken einige, ich hätte wohl die Orientierung verloren, doch haben mich Regenwolken im Bereich Tramin schleunigst zum Flüchten veranlasst. So schaffen wir es trocken zum Mendelpass zu kommen. Vom Mendelpass führt uns die Fahrt weiter zum Gampenjoch und dann nach Meran. Dort geht’s aber auf der anderen Seite sofort wieder bergwärts zum Jaufenpass. Im Jaufenhaus ist dann der Tag nach einer Fahrtstrecke von ca. 310 km vorbei. Aufgrund der vielen Kurven und der doch anstrengenden Fahrt sehen sich die meisten von uns, gezwungen intensive Diskussionen zu führen, die natürlich auch mit Nachschub an Lebens- und anderen Geistern einher gehen.
Am 28.7.2011 wird beim Jaufenhaus gestartet, wobei ich noch von der Wirtin darauf aufmerksam gemacht werde, dass ein Zimmerschlüssel fehle. Keiner der Anwesenden stimmt dem zu, weshalb wir starten. Auf Grund der am Vorabend geführten eingehenden Diskussionen sehe ich mich gezwungen, meine Yamaha mit einer BMW K 1300 S zu tauschen, was bei einigen der Gruppe anfänglich fragende und unsichere Gesichter erzeugte.

Dieter:
„Warum fährt da vorne jetzt die blaue BMW ? Und wo ist jetzt Bernd ? Und wer führt denn jetzt die Gruppe ? ….“
Nach kurzer Strecke ist die Situation aber wieder geregelt und alles geht wie gewohnt weiter.
Da im Tal kurz zuvor Regen die Straßen nass und rutschig gemacht hat, wird ein gemächlicheres Tempo angeschlagen. Wir fahren von Sterzing Richtung Brenner und auf der anderen Seite nach Mutters. Dort geht’s dann ab zum Kühtai-Sattel, wo so schlechtes Wetter ist, dass wir vor dem Anstieg in die Regenklamotten kriechen müssen. In Oetz ist das ganze wieder vorbei und die Regenkluft wandert wieder ins Gepäck.
Von Oetz fahren wir nach Landeck und über den Arlberg nach Feldkirch, wo wir gerade rechtzeitig zum Treffen von AUT II beim Hotel Löwen eintreffen.
Ach ja, der Schlüssel vom Jaufenhaus:
Bei unserem Treffen von AUT II ist dieser Schlüssel wieder aufgetaucht. Ein österreichischer Ritter (Name wird nicht genannt) hat ihn gefunden und mir grundehrlich retourniert. Ich deute dies eindeutig als Signal, dass ich wieder zum Jaufenhaus muss. Wer mitkommen will, kann sich gerne beim Schreiber melden.
Die Tour führte durch 4 Länder, über 13 Pässe und insgesamt ca. 1000 km Strecke. Das ganze lief hervorragend ab – vom Straucheln meiner RT mal abgesehen – was zu einem großen Teil an der Disziplin und dem Können der Teilnehmer lag. Mit so einer Gruppe macht eine solche Tour Spaß. Wiederholung oder Planung einer neuen Tour nicht ausgeschlossen.

Sonntag, 22 Dezember 2013 00:00

10 Jahre BK Aut 2

geschrieben von
Artikel bewerten
(2 Stimmen)

Die Montfortstadt hatte „Blaue Ritter“ zu Besuch

Am letzten Wochenende im Juli lud der Motorradclub Blue Knights II - Vorarlberg anlässlich ihres 10 Jährigen Jubiläums zu einem internationalen Motorradtreffen nach Feldkirch.
Das Meeting im Gasthof Löwen in Nofels, unter der Leitung von Hausherr Phillip, war schon seit Wochen ausverkauft und so kamen bei sommerlich schönem Wetter 200 Biker aus ganz Europa dieser Einladung nach und feierten gemeinsam mit den Gastgebern ein Wochenende lang und genossen die sprichwörtliche Vorarlberger Gastfreundschaft.

Nach der Anreise am Freitag und einem ersten Wiedersehen mit alten Freunden wurde der Abend durch Wolfgang Frank musikalisch begleitet. Zahlreiche Aktivitäten wurden geboten und ein schmackhaftes Buffet sorgte für Stärkung. Die Benzingespräche dauerten bis in die späte Nacht. Nach einer kurzen Nachtruhe nahmen 120 Biker am nächsten Morgen an der Tagesausfahrt mit Besichtigung des Kops II Kraftwerkstollens und der Überfahrt der Silvretta Hochalpenstrasse zur Bielerhöhe teil. Alternativ dazu wurden Ausflüge zum Gauklerfestival und eine Kutschenfahrt zum Motorradmuseum Feldkirch angeboten und von allen gerne in Anspruch genommen.

Am Samstagabend wurde dann eifrig Bierkrug geschoben, gespendet, zur Musik von „Hems Harlem“ getanzt und wurden Souvenir-Artikel der Blue Knights Vorarlberg gekauft und ersteigert. Im Beisein von Peter Vaschauner als Ortsvorsteher von Nofels übergaben die Blue Knights Vorarlberg den Erlös dieses Meetings, einen Scheck in der Höhe von € 2.000 an die Familie Hinteregger (Vater mit 4 Kindern) in Feldkirch. Zusätzlich konnten eine Saisonskarte (Sommer) für die ganze Familie vom Montafon Tourismus GmbH sowie Jahresfreifahrtsscheine inkl. Freizeittickets vom Stadtbusbüro Feldkirch mit übergeben werden.
Neben der Förderung von Motorrad-Interessen ist die stetige Spendenbereitschaft ein Markenzeichen der Blue Knights. Die Party dauerte noch einige Stunden und bot Gelegenheit bereits die nächsten Touren, Besuche und Charity Aktivitäten zu besprechen. 2014 findet dann das größte weltweite Blue Knights Treffen in Waidring / Tirol statt.

Mit dem Leitspruch der Blue Knights „Ride with Pride“ (Fahre mit stolz) und einem herzlichen „Wir kommen sicher wieder !“ verabschiedeten sich am Sonntag nach ausgiebigem Frühstück alle Besucher wieder von den Freunden in Feldkirch und traten ihre Heimreise an. Wir sehn uns wieder zum 15 jährigen Jubiläum.

Fakten: Die Blue Knights sind einer der größten Motorradklubs weltweit, wurden 1974 in den USA von Polizisten gegründet und haben weltweit mit 600 Niederlassungen mehr als 20.000 Mitglieder. Das Vorarlberger „Chapter“ wurde 2001  gegründet, wird von Präsident Sigi Gsodam und Vize sowie Organisationsleiter Karel Müller geleitet und hat derzeit 20 Mitglieder aus allen Landesteilen Vorarlbergs. Zur Geschichte und den Aktivitäten der Blue Knights gibt es ausführliche Informationen im Internet unter www.blue-knights.eu. Nach 2008 war dies das zweite internationale Meeting in Vorarlberg und wird den Teilnehmern genauso wie das letzte Treffen in Bregenz noch lange in schöner Erinnerung bleiben.

Freitag, 20 Dezember 2013 00:00

Davors-Ring-Tour

geschrieben von
Artikel bewerten
(2 Stimmen)

Aktuelles

demnächst werden wir eine 24-stündige Fahrt mit dem Motorrad (Distanz mind. 1200 km) verbunden mit einem Besuch von 2 Chaptern für einen gute Zweck (finanzielle Unterstützung von Davors Frau) durchgeführen

nähers folgt!!!

Davors-Ring-Tour

Ully-Bär hat diese Aktion „Davors Ring“ ins Leben gerufen. Zur Erklärung für jene, die nicht wissen, worum es geht:

Davor Javorsky, Gründer des Chapters Croatia I, verstarb am 11.07.2008 nach einem tragischen Verkehrsunfall. Er war mit seinem Motorrad auf dem Weg vom Dienst nach Hause. Davor hinterläßt eine Frau und zwei Kinder.

Ully-Bär verfasste einige Tage nach dem Unfall einen Eintrag im deutschen Forum.

Zitat Anfang

"In den letzten Tagen habe ich mir intensive Gedanken gemacht wie man die Erinnerung an Davor Javorski erhalten kann und gleichzeitig seine Hinterbleibenen unterstützen. Ich habe da eine Idee geboren und möchte nun in diesem Forum anfragen wie die allgemeine Meinung dazu ist:
Davor war sehr stolz darauf die Qualifikation für den "Iron Butt" geschafft zu haben. Diese Organisation (hier ist die Homepage) zeichnet Motorradfahrer aus die innerhalb von 24 Sunden 1000 bzw 1500 Meilen fahren oder innerhalb von 50 Stunden die USA von Küste zu Küste befahren.
Davor hat diese Marke bei der Heimfahrt von der EC in Norwegen erreicht und den Patch dann voll Stolz auf seiner Weste getragen. Wir haben einige Male darüber gesprochen das es schön wäre etwas ähnliches exklusiv für Blue Knights zu haben.
Ich denke nun ist der Zeitpunkt gekommen!
Ich möchte eine Auszeichnung ins Leben rufen die jeder Blue Knight erwerben kann der als Fahrer oder Beifahrer
nachweislich 1200 Kilometer innerhalb von 24 Stunden mit dem Motorrad fährt und dabei zumindest 2 Blue Knights-Members besucht (die verschiedenen Chaptern angehören müßen und von anderen Chaptern sind als der Teilnehmer)"

Zitat Ende.

Seite 7 von 7