Alle Wege führen nach.... Empfehlung

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Eigentlich spielt es keine Rolle, aus welchem Grund man die ewige Stadt besucht, die Hauptsache ist, man hat sie einmal gesehen. In unserem Fall war es die European Convention der Blue Knight`s die uns nach Rom führte.

Anfang Juni machten wir uns auf den Weg in den Süden. Von Vorarlberg führte uns die Reise in die Schweiz. Über den San Bernardino fuhren wir ins Tessin und weiter nach Italien. Unser erstes Etappenziel, Pisa, erreichten wir nach 680 km. An diesem Tag war wohl jeder froh seinen fahrbaren Untersatz abstellen zu können. Zu mehr als einem ausgiebigen Abendessen reichte die Motivation an diesem Abend für keinen mehr.

Rom (80)Am San Bernardino war es noch recht frisch....Rom (1)Warum findet man bei Regen nie solche Parkplätze..........?Rom (4)Als der Himmel dunkler wurde rüsteten sich alle ...........Rom (5)

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Rom (7)Ein kurzer Stopp nach den Regenkilometern tat allen gut.Rom (8)Die einzige Ampel an diesem Tag war natürlich rot.

Zeitig trafen wir uns am Morgen im Cafe an der Ecke zum Frühstück. Wir wollten ja noch zumindest eine kurze Sightseeing Tour durch Pisa machen. Gemeinsam stürzten wir uns nach einer kurzen Fahrt durch die Stadt ins Gewühl der Touristen.Rom (9)Ganz schön schräg.........so ein schiefer Turm.............Rom (10)

 Etwas mehr als  350 km trennten uns nun noch von unserem Ziel. Bei strahlendem Sonnenschein nahmen wir diese unter die Räder.

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Rom (12)Eine kleine Vorspeise für unseren Großen.

Am späten Nachmittag trafen wir dann am Campingplatz, an dem das Event stattfand ein. Am Abend fand ein gemütliches Zusammensein statt. Hier traf man alte Bekannte zum gemeinsamen Austausch. Immerhin gab es auch eine gute Stunde Live-Musik. Recht organisiert schien die ganze Veranstaltung jedoch nicht.Rom (13)

Am Freitag stand dann ein gemeinsamer Ausflug zum Vatikan auf dem Programm des Veranstalters. Etwa 500 Zweiräder gemeinsam durch Rom zu schleusen ist zugegebenermaßen eine Riesen  Herausforderung. Da wir uns ziemlich am Anfang eingereiht hatten  gehörten wir zum kleinen Teil, der den vorgesehenen Parkplatz im Zentrum Roms auch erreichten. Von dort aus konnte jeder auf eigene Faust die Stadt erkunden.

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Den Vatikan heben wir uns für einen anderen Tag auf und erkunden erst einmal einen anderen Teil Roms zu Fuß. Am Tiber entlang gingen wir an der Engelsburg vorbei zum Pantheon. Nahe der Piazza Navona gab es eine Stärkung und später natürlich auch ein Eis.Rom (27)

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Rom (32)s´Mädelsbänkle.......Rom (33)Auf diesen Stufen starb Julius CäsarRom (34)

Rom (35)15 km Fußmarsch sind bei der Hitze gar nicht so ohne....

Am Abend ließen wir die EC sein und entschlossen uns für einen Aperitiv und ein gutes Abendessen ausserhalb.Rom (36)

Auch der Samstag zeugte nicht wirklich von guter Vorbereitungseitens der Veranstalter, also beschlossen wir mit den Öffis in die Stadt zu fahren und selbige weiter zu erkunden. Mit der U-Bahn bis zum Circus Maximus, der größten Arena für Wagenrennen im antiken Rom. Bis zu 24 Rennen sollen hier täglich von den vier römischen Rennställen gefahren worden sein. Knapp 600 Meter Länge weist der Circus auf. Sieben Runden mussten gefahren werden ehe der Sieger ermittelt war und hier ging es ganz und gar nicht zimperlich zur Sache.

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Gleich im Anschluß befindet sich der Palatin, einer der berühmten sieben Hügel Roms und gleichzeitig ältester bewohnter Teil der Stadt. Oft als Geburtsstätte des alten Roms bezeichnet, wurde der Palatinhügel bereits im 9. Jahrhundert vor Christus von Menschen besiedelt. Damals wusste noch niemand, dass Rom eines Tages zur Weltmacht werden und sich zu einem der wichtigsten politischen und religiösen Zentren entwickeln würde. Während man den Hügel erklimmt und die Bauten betrachtet ist man fast geneigt die Sage von Romulus und Remus zu glauben. Vorbei an Casa di Livia, Domus Flavia, Domus Augustana und dem Stadion spazieren wir Richtung Forum Romanum. Der Weg ist gesäumt mit vielen Blumen und schönen Bäumen, die seit der Zeit der Renaissance gepflanzt wurden. Die Farnesinischen Gärten bieten herrliche Blicke auf das Forum und die Stadt.Rom (38)

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Gleich im Anschluß folgt die wohl Berühmteste Sehenswürdigkeit Rom´s      Das KOLOSSEUM  --  Es ist das größte der im antiken Rom erbauten Amphitheater, der größte geschlossene Bau der römischen Antike und mit seinen 527 Metern Umfang und 48 Metern Höhe zudem das größte je gebaute Amphitheater der Welt.

Das ellipsenförmige Kolosseum diente einst als Ort für Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen, die letzten fanden wohl um das 5. und 6. Jahrhundert herum statt. Ein erster Blick auf das Kolosseum macht bereits deutlich, dass es sich hierbei um ein schlichtweg einzigartiges architektonisches Meisterwerk römischer Ingenieure handelt, das weltweit seinesgleichen sucht. Nähert man sich dem Kolosseum, kann man an der Nordseite noch sehr gut die ersten drei Stockwerke erkennen, die aus 80 Arkaden, gerahmt von Halbsäulen, bestehen. Auch das vierte und oberste Geschoss besteht aus 80, von Pilastern getrennten Wandfeldern. Konnte man früher noch – je nach Schicht und Berufsklasse – jeweils einen der durchnummerierten 80 Eingänge nutzen, so betritt man das Kolosseum heute nur noch an der südlichen Längsseite. Schon beim Eintreten überkommt einen ein schauriges Gefühl und allein beim Gedanken an die vielen Kämpfe und Toten, die hier stattfanden, bekommt man eine Gänsehaut. Die ehemaligen Kellerräume und engen Gänge erinnern an ausweglose Kerker für die zum Tode Verurteilten und an Käfige für die wilden Tiere, ein Blick von den einstigen Zuschauerplätzen auf den Mittelpunkt der Arena an grausame Spektakel. Da gefällt mir der ursprüngliche Gedanke an die Seeschlachten in der mit Wasser gefüllten Arena fast noch besser.

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Recht beliebt bei diesem Wetter scheint der Trevi Brunnen zu sein. Mit seinem einzigartigen Bau und dem scheinbar natürlichen Anschluss an den Palazzo di Poli ist er eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Roms und auch der größte Brunnen dieser Stadt.

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Unweit des Hauptbahnhofes ließen wir uns nieder um auch die kulinarischen Angebote der Stadt zu testen. Öffentlicher NAHverkehr wird hier groß geschrieben.

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Die Fahrt mit der U-Bahn war noch gut, aber hier mit dem Bus zu fahren kann schon mal ein Erlebnis sein. Zudem sollte man ein gültiges Ticket haben.

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Am nächsten Tag verließen wir die EC und wechselten in ein Kloster in Rom. Wir waren offensichtlich die ersten motorisierten Zweiradfahrer die hier nächtigten, entsprechend skeptisch wurden wir bei der ersten Kontaktaufnahme begutachtet. Wir konnten allerdings sehr schnell alle Bedenken zerstreuen und wurden sehr herzlich aufgenommen. Zuvor jedoch besuchten wir östlich von Rom den alten Hafen und den künstlich angelegten Lago di Traiano und die Ruinen der alten Lagerhäuser. Anschließend fuhren wir nach Fiumicino ins Oasi zum Mittagessen. Ich kann dieses Lokal am Strand allen die Fisch und Meeresfrüchte mögen wärmstens empfehlen.

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Auf unserem abendlichen Streifzug durch Rom auf der Suche nach Futter kamen wir an der Piazza Venezia mit dem gleichnamigen Palazzo vorbei. Sieht doch beleuchtet auch ganz gut aus.

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Am nächsten Morgen versuchten wir recht zeitig am Vatikan zu sein, dennoch warteten schon hunderte Menschen auf Einlass in die Museen. Für viele das absolute Highlight ihrer Rom-Reise! Wer schon einmal hier ist, der sollte diesen Teil Roms auf keinen Fall auslassen, denn hier reihen sich die Sehenswürdigkeiten nur so aneinander. Teilweise von Mauern umschlossen, bildet die Vatikanstadt eine separate Enklave innerhalb der historischen Altstadt. Sie besteht zum einen aus dem weltberühmten Petersplatz und dem Petersdom , auf dem sich regelmäßig Gläubige versammeln, um einen kurzen Blick auf den Papst zu werfen, und zum anderen aus vatikanischen Museen und kleineren Palästen und Gärten. Hier leben und arbeiten verschiedene Kardinäle und wichtige Vertreter sowie das Oberhaupt der Katholischen Kirche höchstpersönlich. Etwas so majestätisches wie den Petersdom habe ich selten gesehen! Das riesige, reich verzierte Gebäude mit dem kreisförmigen Petersplatz ist an Prunk wohl kaum zu übertreffen. Jährlich pilgern Millionen von Gläubige hier her, um die heiligen Gräber im Innern des Doms zu besuchen oder sogar, um einen kurzen Blick auf den Papst zu erhaschen. Unbedingt besichtigen müsst ihr auch die Sixtinische Kapelle, wo ihr euch einen eigenen Eindruck von den berühmt berüchtigten Deckenmalereien Michelangelos verschaffen könnt. Auch in den Museen oder den wunderschönen Parkanlagen des Vatikans könntet ihr allein schon mehrere Tage verbringen. Diesen „heiligen Ort“ müsst ihr auf jeden Fall mal besucht haben, auch wenn ihr mit Religion sonst nichts am Hut habt! Um nicht ewig auf die Entdeckungen warten zu müssen haben wir uns einen Guide geleistet und etwas abgekürzt. Dann wurden wir durch 5 der 27 vatikanischen Museen geschoben und ließen uns auf dem Pinienzapfenplatz die sixtinische Kapelle erklären. Auch in der Kapelle herrschte Gedränge und fotografieren ist natürlich verboten um die kostbaren Deckengemälde Michelangelos zu schonen. Im Anschluß durften wir direkt in den Petersdom und die Katakomben ohne noch mal anstehen zu müssen. Danach waren wohl alle ziemlich geschafft. Zum Abschluß unseres Vatikanbesuches gab es noch ein Foto mit den Kollegen von der Schweizer Garde. Am Ufer des Tiber erholten wir uns dann bei einem kühlen Schluck.

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 Abends trafen wir uns mit dem Verbindungsbeamten der deutschen Polizei in einem vorzüglichen Restaurant zum Essen und haben uns wie immer gut unterhalten. Rom (73)

Am folgenden Morgen hieß es Abschied nehmen von der ewigen Stadt und auch von unserer Gastgeberin Fabiana, bei welcher ich mich herzlich bedanken möchte. Unser letztes gemeinsames Ziel war der Lago Albano südlich von Rom andem auch der ehemalige Sommersitz des Papstes, das Castel Gandolfo liegt. Dieses wurde zu einem Museum umfunktioniert und ist seit etwas über einem Jahr zu besichtigen, da der aktuelle Pope keinen Sommersitz braucht.

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Nach einem letzten gemeinsamen Tässchen koffeinhaltigen Heissgetränkes trennten sich unsere Wege. Die Einen direkt nach Hause.  Andere mit Zwischenstopp in Asissi. Manche weiter auf das nächste Treffen und mich zogs noch weiter in den Süden. Jedenfalls sind alle wieder wohlbehalten mit schönen Erinnerungen im Gepäck zu Hause gelandet. In diesem Sinne allzeit gute Fahrt.

RIDE WITH PRIDE - Der Wolf

 

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